Sonntag, 1. Januar 2017

Shut In (2016) - Regie. Farren Blackburn



„Shut In“ erzählt von einer Mutter die einen Fehler macht: Sie schließt aus, und dafür wird sie eingeschlossen. 

Wie würde es dir ergehen, wenn du in deinem Sohn nichts mehr als eine leere Hülle siehst, die du füttern und waschen musst? Wie weit kann eine Mutter gehen und wo liegt die Grenze zur Moral?

Es ist Winter, Minusgrade und ein tödlicher Schneesturm erwartet uns: Abgeschottet von der Stadt kümmert sich die verwitwete Kinderpsychologin Mary Portmann (Naomi Watts), nach dem tragischen Autounfall aufopferungsvoll, um ihren pflegebedürftigen katatonischen Stiefsohn Stephen (Charlie Heaton). Stephen sollte gegen seinen Willen ins Internat, doch dazu ist es nie gekommen. Als Mary mit dem Gedanken spielt ihren Patient und Waisenkind Tom (Jacob Tremblay) bei ihr im Haus aufzunehmen bemerkt sie, dass sie eigentlich so ein Teil von ihrem Sohn zurück bekommt. Crazy, right? Als Tom in Mary’s Obhut jedoch eines Nachts verschwindet ereignen sich seltsame Dinge, welche sie beschließt aufklären zu wollen. Mary schwebt zwischen Angst und Zweifel ihrer eigenen Zurechnungsfähigkeit. Ständig fühlt sie eine weitere unerklärliche Anwesenheit, denn schließlich ist Tom doch tot und Stephen im Rollstuhl. Mary muss sich nun ihre Handlungen gut überlegen, um jene zu retten die sie liebt. 

Die Erwartungshaltung des Zusehers wird erfolgreich gebrochen, indem sich Regisseur  Farren Blackburn auf antike Beziehungen beruft. Die unangenehme Spannung im Haus ist teilweise durch die langsamen Handlungen, und das ständig düstere Bild kaum zu ertragen. ZuseherInnen mit leichtem Gemüt sollten daher das Popcorn besser etwas fester halten. „Shut In“ hat definitiv einige Schreck-Momente zu bieten. Auf der Anderen Seite könnte für Horror-Freaks das Level an Grauen, Leid und Blut nicht ausreichend ausgeschöpft sein.


Florine Imo

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